Tierheim KRAMBAMBULI Görlitz




Wichtiger Hinweis!
Die Beschreibung der Tiere basieren auf den Beobachtungen, welche die Mitarbeiter des Tierheimes hier gemacht haben. Auf der  Homepage erfolgt dann die Verarbeitung aller übermittelten Daten.
Hier stellen wir unseren Hund des Monats vor!
Hund des Monats August
-Barton-

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Im August möchten wir unseren Barton mal ins Rampenlicht führen.

Barton ist ein 3-jähriger Epagneul Breton.

Entsprechend seiner Rasse ist er sehr bewegungsfreudig und braucht auch geistige Auslastung.
Er ist für jeden Personenkreis geeignet, da diese Hunde vom Charakter her sanftmütig sind. Ideal wäre es natürlich, wenn seine zukünftigen Besitzer Erfahrungen mit dieser Rasse oder generell mit Jagdhunden haben.
Aber wer sich für Agility, Suchspiel und Wanderung begeistern kann- da würde Barton auch nicht nein sagen.

Barton ist ein freundlicher Rüde, nur mit dem Hunde-ein-mal-eins hat sich wohl bisher keiner bei Barton Mühe gegeben.
Wenn man ihm zum Gassi gehen holt, interessiert ihn nur eins: Laufen, laufen und nochmal laufen. Wer am anderen Ende der Leine steht, spielt für den jungen Hund keine Rolle. Hauptsache, der Zweibeiner hat flinke Füße.

Wir sind jetzt dabei, während der Gassirunde uns ein ruhiges Plätzchen zu suchen, wo Barton langsam lernt, sich auf seinen Menschen zu konzentrieren, Blickkontakt zu suchen.

Sein Jagdverhalten scheint nicht so ausgeprägt zu sein. Natürlich schaut er nach Hühnern und Katzen und zieht auch mal in die Richtung, aber direkt zum "Angriff blasen" tut er nicht.

Sein Verhalten gegenüber Artgenossen: ja, er bellt sie an, weiß aber vermutlich selber nicht, was er von ihnen will oder nicht will. Er sucht nicht ihre Nähe, zeigt aber auch kein aggressives Verhalten.

Für Barton wäre es wichtig, bald in ein erfahrenes Zuhause zu kommen, mit festen Tagesablauf und Strukturen, damit seine Energie und Agilität in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Hier im Tierheim fehlt einfach die Zeit, um sich intensiv mit ihm und seinen rassebedingten Eigenschaften zu beschäftigen.

Barton ist von seinem Wesen her ein ganz lieber Schatz und hat es einfach verdient, ein glückliches Hundeleben zu führen,wie es seiner Rasse entspricht.

Epagneul Breton

Der Epagneul Breton ist in Deutschland auch als „bretonischer Spaniel“ bekannt.

Bereits im Mittelalter kamen die Vorfahren des Epagneul Bretons auf der Jagd zum Einsatz. Im Verlauf der Jahrhunderte und nach einigen Kreuzungen mit Settern und verschiedenen Spaniels hat sich der Epagneul Breton in seiner heutigen Form herauskristallisiert.  Wie die übrigen französischen Vorstehhunde ist auch dieser nach seiner Herkunft benannt: Seine Wurzeln liegen in der französischen Bretagne.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu Kreuzungen mit englischen Settern. Diese neue Kreuzung vereinte Robustheit und Jagdfreude der frühen Bretonen mit der Eleganz und den herausragenden Vorsteheigenschaften der Setter.  Im Jahr 1907 gründete der Gutsverwalter Arthur Enaud den ersten Club für Liebhaber der Rasse. Im englischsprachigen Raum ist der Epagneul Breton unter dem Namen „Brittany Spaniel“ bekannt.

Typisch für den Epagneul Breton, den Kleinsten unter den Vorstehhunden, sind die dreieckigen Schlappohren und der kräftig-agile Körperbau sowie die langen Haare – insgesamt erinnert er vom Typ her an einen deutschen Setter. Eine angeborene Stummelrute kann vorkommen, ist allerdings kein Muss. Die orange-weiße Farbe des Bretonen ist heute die bekannteste, doch das Fell kann außerdem schwarz, braun gescheckt oder geschimmelt sein. 

Sofern er ausreichend Beschäftigung hat, ist der Epagneul Breton ein ausgeglichener und angenehmer Vierbeiner, der innerhalb seines Rudels stets freundlich und offen ist und sich leicht führen lässt. Dabei geht er eine sehr enge Bindung zu seinem Rudelführer ein und zeigt – konsequente Erziehung vorausgesetzt – großen Gehorsam. Die Rasse gilt als klug und wachsam. Sein sanftes und verspieltes Wesen prädestiniert den Vierbeiner für ein Leben als Familienhund, vorausgesetzt, er wird geistig und körperlich ausgelastet.

Die Bretonischen Spaniels lernen gerne und schnell, so dass die Erziehung in der Regel keine Probleme bereitet.  Jegliche Härte ist fehl am Platz. Meist liegt vermeintlicher „Ungehorsam“ schlicht daran, dass der Hundehalter sich nicht klar genug verständlich gemacht hat und der eifrige Vierbeiner nicht weiß, was von ihm verlangt wird. Doch Konsequenz ist – wie so oft – das A und O einer erfolgreichen Erziehung. Zudem gilt es zu bedenken, dass diese Vierbeiner nur dann Gehorsam zeigen können, wenn sie artgerecht ausgelastet werden. Es empfiehlt sich, mit diesem Hund eine Hundeschule zu besuchen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Epagneul Breton beträgt 12 Jahre, wobei auch ein Alter von 14 oder 15 Jahren keine Seltenheit ist. Mit der richtigen Ernährung, Pflege und einem angemessenen Training kann der  Epagneul Breton bis ins hohe Alter agil bleiben.

Der Epagneul Breton  liebt ausgedehnte Spaziergänge, sowie – entsprechendes Training vorausgesetzt – Fahrradtouren.  Auch die Wasserarbeit macht diesem Vierbeiner Spaß.  Aufgrund seiner Wendigkeit kann man den sportlichen Vierbeiner auch für Agility begeistern.

Seiner großen Bewegungsfreude entsprechend gehört der Epagneul Breton keinesfalls in eine Stadtwohnung, sondern vielmehr in ein Haus im Grünen mit umzäuntem Gartenbereich zum Toben. Er versteht sich wunderbar mit Kindern und spielt gerne mit diesen.  Potenzielle Beutetiere wie Katzen oder  Kleintiere sollten hingegen nicht im Haushalt leben. Den bei korrekter Haltung unkomplizierten Hund können Sie auch mit in Urlaub nehmen.


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