Tierheim KRAMBAMBULI Görlitz




Wichtiger Hinweis!
Die Beschreibung der Tiere basieren auf den Beobachtungen, welche die Mitarbeiter des Tierheimes hier gemacht haben. Auf der  Homepage erfolgt dann die Verarbeitung aller übermittelten Daten.
Hier stellen wir unseren Hund des Monats vor!
Hund des Monats Juni
-Bonsai-

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Der schöne Rüde mit dem weichem, schwarz glänzendes Fell ist ein mittelgroßer Schäferhund, vermutlich ein Groenendael-Mix . Bonsai wurde angebunden an einem Baum gefunden und aufmerksame Bürger haben das Tierheim informiert.

Der ca 6 jährige Rüde hat noch nicht viel Erfahrungen sammeln können in Form von Erziehung. Anscheinend war er mehr sich selbst überlassen und ist weder geistig, noch körperlich ausgelastet worden. Trotzdem hat er sich sein überaus freundliches Wesen gegenüber uns Menschen erhalten.

Seine neuen Besitzer sollten sich klar darüber sein, dass sie Anfangs Zeit in seine Erziehung investieren müssen und durch Vertrauensaufbau dem Rüden Sicherheit vermitteln. Mit Leckerlis ist er dabei nicht zu bestechen. Und auch mit Strenge kommt man bei ihm nicht weit, man sollte sich eher seine sensible Seite zu Nutze machen und konsequent, aber ruhig mit ihm arbeiten.

Zudem muss er unbdingt körperlich ausgelastet werden,denn der junge Rüde hat Energie und braucht genügend Auslauf. Dabei sollte man beachten, dass er einen ausgeprägten Jagdtrieb hat und erstmal nicht von der Leine gemacht werden darf in Wald und Feld.

Bonsai sollte in ländlichen Raum mit Haus und Grundstück, für die Wohnungshaltung ist er nicht geeignet.

Seine zukünftigen Besitzer sollten Hundeerfahrung haben und seine Energie in die richtigen Bahnen lenken. Für Familien mit Kleinkindern ist er nicht geeignet. Bonsai bellt jeden an, was bei ihm aber Unsicherheit mit Showeinlage ist, aber kleinere Kinder können sich davor erschrecken.

Insgesamt kann man sagen, dass Bonsai einen tollen Kern hat. Man muss nur den Willen haben, sich auf ihn einzulassen, um ihm zu zeigen, wie schön und erlebnisreich das Leben mit einem Menschen sein kann. Dann hat man mit Bonsai nicht nur einen bildschönen Rüden an seiner Seite, sondern auch einen treuen Freund.

Bonsai ist ein ungeschliffener Diamant. Man merkt ihm an, er möchte so gern zu jemandem gehören, ist sich nur manchmal selbst im Weg. Wer sich auf ihn einlässt und ihn näher kennen gelernt hat, schließt den Rüden einfach ins Herz.

Und jetzt wünschen wir uns für den lieben,aufgeweckten Rüden dass irgendwo da draußen seine Menschen sind, die genau ihn gesucht haben und ihm bald ein für-immer-Zuhause schenken möchten. Denn hier im Tierheim leidet Bonsai, da wir ihm nicht die ausreichende Aufmerksamkeit und menschliche Nähe bieten können, nach der er sich sehnt und die er auch braucht.

 

In Belgien entwickelte sich Ende des 19. Jh. ein mittelgroßer, wendiger, ausdauernder, genügsamer, wachsamer Schäferhund (Chien de Berger Beige) mit Schutztrieb, der stark führerbezogen war und dennoch selbstständig arbeiten konnte, wenn es die Situation erforderte.

1891 nahm sich Prof. Reul der einheimischen Schäferhunde an und förderte die Reinzucht. Es dauerte eine Weile, bis man sich auf die Farben und Haararten einigte, die heute gezüchtet werden: 

Groenendael: schwarz, langhaarig, entwickelte sich um das Dörfchen Groenendael.

Tervueren: langhaarig, rotbraun mit schwarzen Haarspitzen und schwarzer Maske.

Malinois (Mechelaer): Kurzhaar, Falbfarben mit schwarzer Wolkung und schwarzer Maske; er stammt aus der Gegend um Malines.

Lakenois (Laeken): rauhaarig, Farbe wie Malinois, benannt nach einer Rauhaarschäferhundzucht im Park von Schloss Laeken. 

1982 anerkannte der belgische Schäferhundeclub einen ersten ausführlichen Standard mit drei Haar-Varietäten aber einer einzigen Rasse. Heute gibt es den Belgischen Schäferhund in vier Fellvariationen. Auch wenn diese Varietäten in der FCI-Klassifikation eine gemeinsame Rasse („Belgischer Schäferhund“) bilden, ist ihre Kreuzung untereinander nach den FCI-Richtlinien verboten.

Die Rasse des Groenendael ist zwischen 1891 und 1897 in Belgien entstanden. Gezüchtet wurde diese von Prof. A. Reul aus Cureghem. Ihren Namen bekam die Rasse von dem Dorf Groenendaal (niederländische Schreibweise) bzw. Groenendael (französische Schreibweise). Dieses Dorf liegt südöstlich von Brüssel.

Groenendael

Belgischer Schäferhund

Herkunft: Belgien
Gewicht: 20-35 kg
Größe (Widerrist): 56-64 cm
Lebenserwartung: 11-13 Jahre

Wesen

Der Groenendael ist ein aufgeschlossener Hund. Seine Reaktionsschnelligkeit macht ihn zum geeigneten Wach- und Schutzhund. Ebenso häufig ist er Familienhund. Seine traditionelle Aufgabe ist das Hüten von Schafherden. Dabei hilft ihm sein Fell: Hagel, Schnee, Regen, Schlamm – keine Chance, am Groenendael prallen die Widrigkeiten der Natur ab. Dabei ist er allerdings kein Hund, der wochenlang allein mit der Herde bleibt: Er sucht einen engen Kontakt zum Menschen.

Sein Herrchen oder Frauchen und seine Familie beschützt er mit aller Macht; Fremden gegenüber ist er neutral. Aggression ist ihm fremd, ebenso Angst – bis auf einige eher scheue Ausnahmen. Stets möchte er mit seinen Menschen zusammen sein und fühlt sich schnell ausgeschlossen. Der Greonendael ist sehr aktiv und möchte auch geistig gefordert werden

Erziehung

Willst du dir einen Groenendael anschaffen, solltest du dich zumindest ein wenig mit Hunden auskennen: Seine Erziehung ist nicht ganz einfach. Zwar ist er offen für alles Neue und lernt schnell und mit großem Eifer, aber die Rasse ist ein Spätentwickler. Erst mit drei Jahren ist ein Groenendael erwachsen.

Der Groenendael verfügt über einen ausgeprägten Beutetrieb. Es bietet sich an, diesen zur Erziehung zu nutzen. Härte ist hingegen fehl am Platz: Zwar ist der Groenendael ein Gebrauchshund, aber sehr sensibel. Eine ungerechte Behandlung behält er in Erinnerung und verzeiht sie auch nicht schnell. Konsequenz und Ruhe sind die richtigen Eigenschaften; übermäßige Milde und Härte sind nicht angebracht.

Ein besonderes Augenmerk solltest du auf die frühe Sozialisierung legen. Einige Groenendaels tendieren sonst im späteren Leben zur Ängstlichkeit.

Sport

Der Groenendael braucht täglich ausreichend Bewegung – bis ins hohe Alter bleibt er schnell und wendig. Er ist ein sehr sportlicher und verspielter Hund und kann eine Vielzahl an Sportarten ausüben. Egal ob Joggen oder am Rad nebenher laufen: Er liebt Bewegung. Noch mehr entgegen kommen ihm Sportarten, bei denen er auch geistig gefordert ist.

Für eine reine Stadtwohnung ist der Groenendael nur bedingt geeignet. Möglich ist dies, wenn du täglich ausreichend Zeit hast, um ausgiebige Spaziergänge in der Natur zu unternehmen. Auch ein großer Garten ist natürlich von Vorteil.

Lässt du einen Groenendael zu lange in der Wohnung alleine, langweilt er sich. Dabei hilft es auch nicht, den Hund im Garten oder gar in einem Zwinger abzustellen: Allein wird er unglücklich.


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