Tierheim KRAMBAMBULI Görlitz




Wichtiger Hinweis!
Die Beschreibungen der Tiere basieren auf den Beobachtungen, die hier im Tierheim gemacht wurden
Hier stellen wir unser Kleintier des Monats vor!
Tier des Monats September
-Kaninchen Hoppel-

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Im September möchten wir Ihnen unseren hübschen Kaninchenbock Hoppel vorstellen.
Der kleine Hasenmann lebt bei uns als Einzeltier,da er sich leider nicht mit den vorhandenen Kaninchen verträgt. Vermutlich hat er bisher alleine gelebt und kennt das Zusammenleben in einer Gruppe nicht. Hinzu kommt, dass er ein dominantes Auftreten hat.
Daher suchen wir für unser Zwergkaninchen ein Zuhause, wo man ihn mit viel Geduld an eine Partnerin gewöhnt. Dazu müssten die Interessenten aber Erfahrung mit der Zusammenführung von Kaninchen haben. Es müsste auch genügend Platz vorhanden sein, denn ein kleines Territorium beansprucht Hoppel für sich alleine. Wir hatten ihn im Freilauf schon mal mit Mia zusammen gebracht. Sie war aber dann langsam "genervt" von der zudringlichen Art des ca zwei- bis dreijährigen Kaninchenmannes.
Generell ist Hoppel sehr eigensinnig. Es dauerte eine Weile, eh Hoppel unsere Mitarbeiter akzeptierte. Entweder hat er gar keine Erfahrung oder keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht.

Im November ist Hoppel ein Jahr bei uns, dass ist natürlich traurig. Deshalb hoffen, wir, dass es erfahrene Kaninchenliebhaber gibt, die Hoppel ein artgerechtes Zuhause schenken möchten.

 

Die Haltung von Kaninchen sollte sich genau wie die Fütterung an den natürlichen Verhaltensmustern der Tiere orientieren. Sozialkontakt ist neben Nahrung und Bewegung ein Grundbedürfnis von Kaninchen, deshalb sollte man sie mindestens Paarweise oder in Gruppen halten, denn sie zeigen eine ausgeprägte soziale Hierarchie und Revierverhalten.

Aufgrund ihres Revierverhaltens kann es bei der Integration eines neuen Tieres zu Rangkämpfen kommen, die durch verschiedene Maßnahmen wie Zusammenführung auf neutralem Territorium oder komplette Umgestaltung des bisherigen Lebensraumes gemildert werden können. Die Integration eines neuen Tieres in eine Gruppe kann bis zu einem Monat, im Extremfall bis zu einem halben Jahr dauern, manchmal aber auch misslingen.

Setzt man ein fremdes Kaninchen in den Stall eines anderen Kaninchens, führt dies meist zu einem erbitterten Kampf.  Hier bedarf es einer zuerst einer fach- und artgerechten Vergesellschaftung. Häufig zu beobachtende Verhaltensweisen sind sexuell motivierte Aggressionen, die sich vor allem unter unkastrierten Kaninchenböcken entladen. Dieses Verhalten lässt sich manchmal per Kastration beheben. Aggressives Verhalten bei Häsinnen ist hingegen charakterbedingt oder rührt aus negativen Erfahrungen her. Eine Sozialisierung kann mittels sorgfältiger Partnerwahl dennoch erfolgreich sein.

Grundsätzlich sind Rangkämpfe normal und sollten nur bei ernsthaften Beeinträchtigungen eines der Tiere unterbunden werden. Am unproblematischsten erweist sich oft die Haltung einer Häsin in Kombination mit einem kastrierten Rammler, die etwa gleich alt oder ein Geschwisterpaar sind.

 


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